Und in vielen eurer Gespräche wird das Denken halb ermordet.
Denn der Gedanke ist wie ein Vogel, der Raum braucht und in einem Käfig von Worten zwar seine Flügel, jedoch nicht fliegen kann.
Es sind welche unter euch, die den Redseligen suchen, weil sie Angst haben, alleine zu sein.
Die Stille des Alleinseins offenbart ihren Augen ihr nacktes Ich, und sie möchten flüchten.
Und es sind welche unter euch,die reden und dabei ohne Wissen oder der Absicht eine Wahrheit aufzudecken, die sie selber nicht verstehen.
Und wieder andere haben die wahrheit in sich, sie drücken sie nicht in Worten aus..
In der Brust solcher Menschen weilt der Geist in rhythmischer Stille.
Wenn ihr euren Freund auf der Straße oder auf dem Marktplatz trefft, soll der Geist in euch eure Lippen bewegen und eure Zunge lenken.
Soll die Stimme in eurer Stimme zum Ohr seines Ohrs sprechen;Denn seine seele wird die Wahrheit eures Herzens bewahren, wie man sich an den Geschmack von Wein erinnert, wenn seine Farbe vergessen und das Gefäß nicht mehr da ist.
(Khalil Gibran)
In einer Welt in der die Worte, gesprochen oder geschrieben, tausendfach Tag für Tag über uns hinweg rollen, sicher einmal eine Idee davon -weniger ist oft mehr-.
Uns allen einen Tag, in dem wir unsere Worte bewusster wählen.
C.v.Lerch